Dreiundzwanzigstes Kapitel und Popcorn

Hey ihr Lieben, am Wochenende hab ich gleich zweimal Popcorn gefuttert. Einmal Samstagabend, da haben ein paar Freunde und ich uns bei mir ein paar Filme und eben jede Menge Popcorn rein gezogen (das diesmal auch gar nicht soo sehr angebrannt ist). Immerhin haben wir uns eine Woche lang nicht gesehen (wobei die Hälfte von uns zusammen in Amsterdam war, wenn auch in verschiedenen Hostels), also hatten wir einen guten Grund, wieder gegen 22 Uhr den Spielplatz in meiner Nachbarschaft unsicher zu machen ^^ Am Sonntag bin ich dann mit ein paar lieben Freundinnen ins Kino gegangen, wir haben Nerve geguckt und waren mehr als begeistert. Und zwar nicht nur von Dave Francos Oberkörper, okay. Hier gibt es für euch die Leseprobe zum 23. Kapitel von Wenn Regen fällt, das ganze Buch findet ihr, wenn ihr hier rechts auf das Cover klickt.
  23. Kapitel

Remember the Rain – Jamie Lee

Eine Dreiviertelstunde und viele Deponetien später schob Olivia mich wieder zwei Stockwerke tiefer, weil sie am Wasserspender ihre Flasche auffüllen wollte. Auf dem Weg nach unten überholte uns Jasmin.

„Hey, wo geht ihr hin? In die Pausenhalle? Ich komm später zu euch rüber, Aaron wollte noch was wegen Henrys Geburtstag besprechen“, rief sie uns zu, dabei sah sie aber eigentlich nur Olivia an.

„Den wird er wohl ohne sie feiern müssen“, grummelte ich.

Das hatte Aaron also als Vorwand genommen, um mit ihr zu sprechen. Olivia sah mich abwartend von der Seite an, während sie ihre Flasche unter den Hahn des Spenders hielt.

„Er hat Frau Huvers Tochter ausgequetscht und festgestellt, dass ich doch Recht hatte.“

„Oh. Das… ist ja ’n Ding“, Olivia machte große Augen und bemerkte nicht, dass ihr das Wasser schon über die Hand lief. Ich nahm ihr die Flasche aus der Hand, um eine Überschwemmung zu vermeiden und meinte achselzuckend:

„Ja, und noch so’n Ding ist, dass er jetzt auch noch Jasmin klar machen will, dass Henry wirklich der Böse ist.“

„Und das macht er jetzt gerade?“, hakte Olivia nach.

„Ich denke schon. Henrys Geburtstag werden sie jedenfalls nicht mehr planen wollen.“

„Weißt du was, June, ich werd mir noch mal neues Wasser holen“, meinte sie dann mit einem Blick auf die nasse Plastikflasche in meiner Hand, „in den Spendern im Hauptgebäude ist die Kohlensäure immer schon raus.“

„Ach“, ich zog die Augenbrauen hoch, „und deshalb willst du jetzt wahrscheinlich zu dem in der Pausenhalle, weil die Qualität der Kohlensäure da viel besser ist?“

„Du sagst es“, meinte sie grinsend und zog mich ohne die Spur eines schlechten Gewissens in die Richtung, in die Jasmin verschwunden war, um Aaron zu treffen.

Als wir einen Moment später die Flügeltüren der Cafeteria öffneten, schlug uns der fettige Geruch von Unmengen gebratener Fischstäbchen entgegen. Nachdem wir uns durch ein Rudel lärmender Fünftklässler und Lehrer gedrängelt hatten, kamen wir schließlich am Ende des länglichen Raumes an, wo sich eine Verbindungstür zur Pausenhalle befand. Ich war stolz darauf, den Weg einmal zurück gelegt zu haben, ohne in ein voll beladenes Tablett zu laufen oder eine Gabel abzubekommen, die fröhlich in der Gegend rumgeschwenkt wurde. Normalerweise konnte man auch direkt vom Schulhof aus in die Pausenhalle gelangen, seit ein paar Wochen wurde allerdings das Pflaster vor diesem Eingang erneuert, deshalb blieb uns nur der Spießrutenlauf durch die Cafeteria.

Wir befanden uns jetzt in der linken Hälfte des großzügigen Raumes, in deren einer Ecke Tischgruppen für diejenigen standen, die in der Schule Mittag aßen. Olivia versuchte, ihren Blick möglichst unauffällig über die etlichen Köpfe wandern zu lassen und stellte sich dabei so dämlich an wie nur möglich.

„Sie werden bei der Tribüne sitzen“, meinte ich leise seufzend und lotste Olivia ans andere Ende der Halle.

Ungefähr in der Mitte des Raumes befand sich eine breite, freischwebende Treppe, die ins erste Stockwerk führte. Dort oben waren das Sekretariat, Büros der Koordinatoren und ein Lehrerzimmer untergebracht. Bei uns gab es tatsächlich zwei Lehrerzimmer, ja. Ich konnte Olivia überzeugen, noch schnell dem Sekretariat einen Besuch abzustatten, bevor wir Jasmin und Aaron auf die Pelle rückten. Schließlich lag es auf dem Weg und ich konnte so endlich mein Halbjahreszeugnis in das Fach unseres Klassenlehrers legen lassen, was eigentlich schon vor ein paar Wochen fällig gewesen war.

Außerdem wollte ich die beiden nur ungern stören, wenn Jasmin gerade die Neuigkeiten erfuhr.

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