Einundzwanzigstes Kapitel und ein Roadtrip

Hey ihr Lieben, ich habe gerade festgestellt, dass ich das letzte Kapitel zwar hoch geladen, hier aber keine Leseprobe gepostet habe. Nicht, dass sie nicht schon fix und fertig gewesen wäre, ich hab einfach vergessen den Beitrag zu veröffentlichen xD Ich bin noch ein bisschen benommen, der Plötzlich Prinzessin-Squad hat sich gestern nämlich wieder getroffen. Heute schreibe ich so lange Buchrezensionen, bis meine beste Freundin mich zu unserem ersten Roadtrip abholt. Es geht wahrscheinlich an die Ostsee, die passende Playlist ist schon in Arbeit. Heute ist übrigens Samstag, auch wenn ihr das hier erst übermorgen lest ^^ Hier kommt nun also das 21. Kapitel.

21. Kapitel

I wish it would rain down – Phil Collins

Mein Sonntag begann sehr seltsam. Ich wachte mit einem Gefühl auf, als ob ich gleich etwas Dummes tun würde. Irgendetwas Unüberlegtes, nur um zu spüren, dass es mich noch gab. Ich öffnete die Augen und setzte mich in meinem Bett auf. Dann schälte ich mich aus den Unmengen von Kissen und Kuscheldecken, in denen ich mich gestern Abend verkrochen hatte.

Dabei begegnete mir unter anderem ein ganz besonderes Kissen aus Kindergartentagen. Dieses Exemplar hatte die Form einer Biene und der Bezug war schon ziemlich glatt gewetzt. Ich fuhr mit dem Finger Willys Streifen nach und verlor mich ein bisschen in Kindheitserinnerungen. Und nein, auch wenn es vielleicht das Naheliegendste gewesen wäre, ich hatte das Kissen nicht Maja getauft. Es handelte sich hierbei um eine männliche Biene, das war mir gleich klar gewesen, als Elysa mir das Kissen geschenkt hatte.

Wer waren damals eigentlich meine besten Freunde gewesen? Ich wusste es nicht mehr. Am deutlichsten erinnerte ich mich daran, ein anderes Mädchen von der Rutsche geschubst zu haben. Sie hatte da oben einfach zu lange gebraucht. Ich wusste sogar noch ihren Namen. Obwohl die Erzieherin mich hinterher gezwungen hatte, mich bei der Rotz und Wasser heulenden Emmi zu entschuldigen, war ich insgeheim mächtig stolz auf meine Rutsch-Aktion gewesen. Ich hatte mich wie ein kleiner Rebell gefühlt.

Das brachte mich zurück zu den Gedanken, die ich beim Aufwachen gehabt hatte: ich hatte das Verlangen, mich lebendig zu fühlen. Ich hatte es so satt, mir verraten vorzukommen und mich dann dabei zu erwischen, wie ich darüber nachdachte, ob nicht doch ich jemanden verraten hatte. Wisst ihr noch, wie ich meinte, dass Jasmin etwas in mir gelöst hat? Dieses Etwas war meine Zuversicht, die aus ihrer Verankerung gerissen worden und dann nach einem 164 cm (meine Größe) tiefen Fall auf den Boden aufgeditscht war. Neben meiner Naivität war nämlich auch mein Glaube an die Menschheit flöten gegangen.

Eieiei, zu viele dramatische Gedanken für einen Morgen. Wobei es nicht mehr wirklich morgens war, mein Wecker zeigte kurz vor zwölf an. Kurzentschlossen ließ ich das Duschen ausfallen und ging direkt runter in die Küche, um meinen Kreislauf zu dopen.

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